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Geschäftsverlauf 2022

Die EMS-Gruppe, die in den Geschäftsbereichen Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien weltweit tätig ist und deren Gesellschaften in der EMS-CHEMIE HOLDING AG zusammengefasst sind, erzielte im 1. Halbjahr 2022 einen Nettoumsatz von CHF 1'284 Mio. (1'166) und ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 324 Mio. (322).

Während das 1. Quartal 2022 noch von einer positiven Konsumstimmung und einer allgemein hohen Nachfrage geprägt war, verschlechterte sich im 2. Quartal 2022 die globale Konjunktur deutlich. Der Ukraine-Konflikt löste insbesondere in Europa eine grosse Unsicherheit bei Konsumenten und Unternehmen aus. Massiv verteuerte Energiepreise liessen die Rohstoffpreise unvermittelt nochmals stark steigen und lösten zusätzliche Teuerungsschübe aus. In China zwangen rigorose Lockdown-Massnahmen die Kunden zu umfangreichen Produktionsunterbrüchen, während die überhitzte Nachfrage in den USA mittels Zinserhöhungen gebremst wurde. Erwartungsgemäss erholte sich die globale Autoindustrie aufgrund des anhaltenden Chipmangels noch nicht.

EMS stellte sich bereits Anfang 2022 auf eine instabile Wirtschaftsentwicklung ein. Innovative Neugeschäfte wurden erfolgreich umgesetzt und neue energie- und kostenreduzierende Produkte in die Märkte eingeführt. Derweil sichern kontinuierlich ausgebaute Produktionskapazitäten und lokale Lager die Lieferfähigkeit. Es gelang EMS, überproportional zu den Entwicklungen in den Märkten zu wachsen. Die steigende Teuerung, insbesondere auf Rohstoffen und Energie, erforderte entsprechende Verkaufspreiserhöhungen bei den Kunden.

Der konsolidierte Nettoumsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.1% auf CHF 1'284 Mio. (1'166). Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 324 Mio. (322) und lag 0.8% über Vorjahr, der betriebliche Cash Flow (EBITDA) belief sich auf CHF 354 Mio. (350) und damit 1.2% über Vorjahr. Die EBIT-Marge beträgt 25.2% (27.6%), die EBITDA-Marge 27.6% (30.0%). Aufgrund der rohstoffkostenbedingten Verkaufspreiserhöhungen entwickelte sich der Umsatz stärker als das Betriebsergebnis.