(Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR)
(Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR)
Die EMS-Gruppe, die in den Geschäftsbereichen Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien weltweit tätig ist und deren Gesellschaften in der EMS-CHEMIE HOLDING AG zusammengefasst sind, erzielte im Jahr 2025 einen Nettoumsatz von CHF 1'950 Mio. (2'071) und ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 567 Mio. (539). Der bedeutend stärkere Schweizer Franken schmälerte die Umsatzentwicklung in Schweizer Franken. Trotz des geopolitisch belasteten Umfelds, einer schwächeren Industriekonjunktur und des deutlich höheren Schweizer Frankens, gelang es EMS, dank einer konsequenten Wachstumsstrategie mit hochmargigen Spezialitäten und Innovationen erfreuliche Neugeschäfte zu realisieren und die Ertragskraft auszubauen. Die global lancierte Verkaufsoffensive mit profitablen Neugeschäften generierte ausgezeichnete Resultate und zeigte ihre nachhaltige Wirkung.
Trotz des weiterhin verunsicherten weltwirtschaftlichen Umfeldes, geprägt von handelspolitischen Spannungen und bedeutenden negativen Währungs-einflüssen, gelang es EMS, den Absatz, das Betriebsergebnis (EBIT) und den Reingewinn gegenüber Vorjahr erneut zu steigern.
Die weltweite Konjunktur, insbesondere in den grossen Absatzmärkten, und die Konsumstimmung blieben 2025 angespannt. Konsumenten und Unternehmen, laufend konfrontiert mit neuen politischen Ankündigungen, zeigen sich anhaltend verunsichert. Konsum- und Investitionsentscheide werden zurückgehalten. Protektionistische Massnahmen dämpfen die Investitionsbereitschaft.
In den USA leiden die Konsumenten nach wie vor unter hohen Preisen. In Europa befindet sich die Industrie anhaltend in langwierigen Restrukturierungen. Angekündigte staatliche Entlastungen sind noch nicht zu erkennen. In China wächst der High-Tech-Sektor. Fehlende Exporte in die USA werden mit Wachstum in anderen Märkten kompensiert. Aufgrund der anhaltenden Baisse im Immobilienmarkt zeigen sich die chinesischen Konsumenten immer noch zurückhaltend. Die instabile geopolitische Situation lässt den Schweizer Franken in Schüben erstarken.
Im belasteten weltwirtschaftlichen Umfeld gelingt es EMS weiterhin, mittels Innovationen, Kostendisziplin und vorausschauender Planung, das Ergebnis und die Margen erfolgreich auszubauen. Im herausfordernden weltweiten Marktumfeld konzentriert sich EMS konsequent auf das Wachstum mit einzigartigen Innovationen. Die global ausgerollte Verkaufsoffensive sowie der gezielte Ausbau der technischen Vertriebs- und Entwicklungsorganisation zeigen inzwischen erfreuliche Wirkung. Die intensiven lokalen Entwicklungspartnerschaften, gerade auch in wachsenden Märkten wie China, Indien oder Brasilien, bilden für EMS wichtige Pfeiler, um mit den Kunden weitere Kostenverbesserungen, Energie- und Gewichtseinsparungen zu realisieren. Die enge, global abgestützte Entwicklungszusammenarbeit, sowie jahrzehntelange Erfahrung ermöglichen es EMS, auch bei neuen Anwendungen frühzeitig und flexibel auf Kundenbedürfnisse einzugehen.
Mit Neuentwicklungen gelingt es EMS aber auch, zahlreiche zukünftige Wachstumsfelder, wie etwa der Bereich Robotics, zu erschliessen. Die EMS-Spezialisten entwickeln gemeinsam mit den Technologieführern leistungsfähige Lösungen für Bauteile, die besonders leicht, robust und formstabil sind. Im Automobilbau kann EMS den Autobauern bahnbrechende Technologien in der Lackierung bieten, welche bereits bei tieferen Temperaturen härten und den Autoherstellern bedeutende Energie- und Gewichtseinsparungen bringen.
Bereits frühzeitig stellte sich EMS auf mögliche internationale Handelsbarrieren ein und strukturierte die eigenen Lieferketten entsprechend. Zwischen China und USA bestehen keine direkten Lieferbeziehungen. Die in den USA verkauften Produkte werden fast ausschliesslich in den USA produziert oder sind als wichtige Spezialitäten von US-Zöllen befreit.
Dank der starken Spezialitätenposition und attraktiven Innovationen gelang es EMS, trotz schwacher Fremdwährungen und in einem verhaltenen globalen Marktumfeld, das Betriebsergebnis (EBIT) um 5.2% über Vorjahr auf CHF 567 Mio. (539) und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) um 5.2% auf CHF 622 Mio. (592) zu steigern. Die EBIT-Marge betrug 29.1% (26.0%), die EBITDA-Marge 31.9% (28.6%).
Der Nettogewinn 2025 erhöhte sich auf CHF 467 Mio. (461). Der Gewinn pro Aktie kletterte auf CHF 19.95 (19.70).
Für das Geschäftsjahr 2025 beabsichtigt der Verwaltungsrat, der ordentlichen Generalversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von CHF 14.65 (13.95) pro Aktie und zusätzlich einer ausserordentlichen Dividende von CHF 3.75 (3.30) pro Aktie zu beantragen. Insgesamt sollen so CHF 18.40 (17.25) pro Aktie zur Ausschüttung gelangen.
EMS erwirtschaftet mit seinen innovativen Spezialitäten stets ausserordentliche Ergebnismargen und einen hohen Cash Flow. Der Cash Flow stieg auf CHF 534 Mio. (480). EMS verfügt über hohe Liquiditätsbestände von CHF 603 Mio. (518), eine erfreuliche Eigenkapitalquote von 83.3% (82.4%) und hat keine Finanzschulden. EMS sieht sich deshalb in einer guten Verfassung, die zahlreichen Chancen am Markt rasch und flexibel wahrzunehmen.
Für das Geschäftsjahr 2026 geht EMS von einem weiterhin herausfordernden und geopolitisch verunsicherten Umfeld aus. Handelskonflikte, regulatorische Eingriffe sowie Währungseinflüsse dürften die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.
Bezüglich der eigenen Geschäftsaussichten ist EMS zuversichtlich. Die bewährte Strategie des Wachstums mit Spezialitäten wird konsequent fortgeführt. Die starke Marktposition als Entwicklungspartner, die globale Lieferfähigkeit, die hohe Innovationskraft sowie die solide finanzielle Basis ermöglichen es EMS, auch in einem schwierigen Umfeld Chancen wahrzunehmen und die Ertragskraft nachhaltig zu sichern.
Für 2026 erwartet EMS einen Nettoumsatz währungsbedingt unter Vorjahr und ein Betriebsergebnis (EBIT) leicht über Vorjahr.