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EMS erleben
Wie erwartet, zeigten sich Konsumenten und Unternehmen verunsichert über den Verlauf der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Die wechselhafte US-Handelspolitik und der entbrannte Nahost-Krieg drückten auf die Konsumstimmung. Der Schweizer Franken erstarkte deutlich. Die Verknappung der Öl- und Gasversorgung aus dem Nahen Osten liess die Energiepreise unmittelbar ansteigen. Die Rohstoffpreise und die Erzeugerpreise folgten mit einem ebenfalls deutlichen Anstieg. In der Folge stiegen auch die Inflationsraten, besonders in den USA und in Europa. Die Industriekonjunktur schwächte sich ab.
In den USA halten sich die Konsumenten und die Unternehmen in Erwartung einer höheren Teuerung in ihren Anschaffungen zurück. In Europa befindet sich die Industrie in langwierigen Restrukturierungen, reduzierte Wachstumsprognosen hemmen strategische Investitionsprojekte. In China wächst besonders der High-Tech-Sektor. In der allgemein instabilen Weltlage erwies sich der Schweizer Franken einmal mehr als "Safe Haven".
EMS gelang es, dank einer konsequenten Wachstumsstrategie mit hochmargigen Spezialitäten und Innovationen im herausfordernden geopolitischen Umfeld äusserst positive Resultate zu erzielen. Man stellte sich bereits Anfang Jahr 2026 auf ein herausforderndes konjunkturelles Umfeld ein. Neue energie-, kosten- und gewichtssparende Lösungen wurden erfolgreich in den internationalen Märkten realisiert. So verzeichnete EMS einen erfreulichen Geschäftsverlauf mit wachsenden Absatzmengen.
Getragen von der global ausgerollten Verkaufsoffensive und dem gezielten Ausbau lokaler Entwicklungspartnerschaften konnte EMS in allen Regionen wachsen. Der Fokus auf Spezialitäten mit anspruchsvollen Anwendungen und Gesamtkosteneinsparungen für die Kunden waren massgeblich verantwortlich für die Steigerung der operativen Profitabilität. Gerade im aktuell herausfordernden Marktumfeld werden kostensparende Metallersatz-Entwicklungen und energieeffiziente Anwendungen besonders intensiv nachgefragt.
EMS stellte sich frühzeitig auf mögliche internationale Handelsbarrieren ein und strukturierte die eigenen Lieferketten entsprechend. Die in den USA verkauften Produkte werden fast ausschliesslich in den USA produziert oder sind als wichtige Spezialitäten von US-Zöllen befreit. Im Nahen Osten unterhält EMS keine Geschäftsbeziehungen. Die Lieferfähigkeit der weltweiten EMS-Gesellschaften ist sichergestellt.
Dank der starken Spezialitätenposition, Kostendisziplin und vorausschauender Planung gelang es EMS, in einem herausfordernden Marktumfeld mit schwächeren Fremdwährungen sowohl den Absatz als auch das Betriebsergebnis zu steigern. Die steigende Teuerung, insbesondere auf Energie und Rohstoffen, machte entsprechende Verkaufspreiserhöhungen bei den Kunden unumgänglich.
Der konsolidierte Nettoumsatz belief sich auf CHF 1'012 Mio. (1'020) und blieb währungsbedingt -0.8% unter Vorjahr. In lokalen Währungen wuchs der Umsatz 4.5% zum Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 310 Mio. (296) und lag damit 4.7% höher als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf CHF 336 Mio. (324) und 3.9% höher als im Vorjahr. Die EBIT-Marge beträgt hohe 30.6% (29.1%), die EBITDA-Marge 33.2% (31.7%). Die bereits hohe Ertragskraft konnte weiter ausgebaut werden.