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EMS erleben
Wie erwartet, zeigten sich Konsumenten und Unternehmen verunsichert über den Verlauf der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Die wechselhafte US-Handelspolitik und der entbrannte Nahost-Krieg drückten auf die Konsumstimmung. Der Schweizer Franken erstarkte deutlich. Die Verknappung der Öl- und Gasversorgung aus dem Nahen Osten liess die Energiepreise unmittelbar ansteigen. Die Industriekonjunktur schwächte sich ab.
EMS gelang es, dank einer konsequenten Wachstumsstrategie mit hochmargigen Spezialitäten und Innovationen im herausfordernden geopolitischen Umfeld äusserst positive Resultate zu erzielen. Man stellte sich bereits Anfang Jahr 2026 auf ein herausforderndes konjunkturelles Umfeld ein. Neue energie-, kosten- und gewichtssparende Lösungen wurden erfolgreich in den internationalen Märkten realisiert. So verzeichnete EMS einen erfreulichen Geschäftsverlauf mit wachsenden Absatzmengen.
EMS stellte sich frühzeitig auf mögliche internationale Handelsbarrieren ein und strukturierte die eigenen Lieferketten entsprechend. Die in den USA verkauften Produkte werden fast ausschliesslich in den USA produziert oder sind als wichtige Spezialitäten von US-Zöllen befreit. Im Nahen Osten unterhält EMS keine Geschäftsbeziehungen. Die Lieferfähigkeit der weltweiten EMS-Gesellschaften ist sichergestellt.
Dank der starken Spezialitätenposition, Kostendisziplin und vorausschauender Planung gelang es EMS, in einem herausfordernden Marktumfeld mit schwächeren Fremdwährungen ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 309 Mio. (296) und ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von CHF 335 Mio. (324) zu erreichen. Der EBIT lag damit 4.4% und der EBITDA 3.6% über Vorjahr. Die EBIT-Marge beträgt hohe 30.6% (29.1%), die EBITDA-Marge 33.2% (31.7%).
Das Finanzergebnis betrug CHF +1 Mio. (-7). Der Nettogewinn für das 1. Halbjahr 2026 erreichte CHF 259 Mio. (253) und lag damit 2.5% über Vorjahr. Das Eigenkapital zurechenbar auf Aktionäre der EMS-CHEMIE HOLDING AG erhöhte sich auf CHF 2'098 Mio. (31.12.2025: CHF 1'855 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 81.1% (31.12.2025: 83.3%).