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(Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR)
Magdalena Martullo präsentiert eine Flüssigkühlsteuerung für Datencenter aus EMS-Spezialkunststoff
Magdalena Martullo (CEO Ems-Chemie) und Roger Süess (CEO Green Group) vor dem Green Datencenter in Dielsdorf (ZH)
Andrea Campomilla (COO Datencenter Green), Magdalena Martullo (CEO Ems-Chemie), Roger Süess (CEO Green Group) in einem Datenraum von Green
(Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR)
Die EMS-Gruppe, die in den Geschäftsbereichen Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien weltweit tätig ist und deren Gesellschaften in der EMS-CHEMIE HOLDING AG zusammengefasst sind, erzielte im 1. Halbjahr 2026 einen Nettoumsatz von CHF 1'012 Mio. (1'020) und ein Betriebsergebnis von CHF 310 Mio. (296).
Wie erwartet, zeigten sich Konsumenten und Unternehmen verunsichert über den Verlauf der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Die wechselhafte US-Handelspolitik und der entbrannte Nahost-Krieg drückten auf die Konsumstimmung. Der Schweizer Franken erstarkte deutlich. Die Verknappung der Öl- und Gasversorgung aus dem Nahen Osten liess die Energiepreise unmittelbar ansteigen. In der allgemein instabilen Weltlage erwies sich der Schweizer Franken einmal mehr als "Safe Haven".
EMS verzeichnete einen erfreulichen Geschäftsverlauf mit wachsenden Absatzmengen. Man stellte sich bereits Anfang Jahr 2026 auf ein herausforderndes konjunkturelles Umfeld ein. Die konsequente Wachstumsstrategie mit hochmargigen Spezialitäten und Innovationen konnte erfolgreich umgesetzt werden und neue energie-, kosten- und gewichtssparende Lösungen wurden erfolgreich in den internationalen Märkten realisiert.
Auch auf mögliche internationale Handelsbarrieren stellte sich EMS frühzeitig ein. Die in den USA verkauften Produkte werden fast ausschliesslich in den USA produziert oder sind als wichtige Spezialitäten von US-Zöllen befreit. Im Nahen Osten unterhält EMS keine Geschäftsbeziehungen. Die Lieferfähigkeit der weltweiten EMS-Gesellschaften ist sichergestellt.
Mit innovativen Neugeschäften konnte EMS in allen Regionen ein erfreuliches Wachstum realisieren, getragen von der global ausgerollten Verkaufsoffensive und dem gezielten Ausbau lokaler Entwicklungspartnerschaften. Der Fokus auf Spezialitäten mit anspruchsvollen Anwendungen und Gesamtkosteneinsparungen für den Kunden waren massgeblich verantwortlich für die Steigerung der operativen Profitabilität. Gerade im aktuell herausfordernden Marktumfeld werden kostensparende Metallersatz-Entwicklungen und energieeffiziente Anwendungen besonders intensiv nachgefragt. Die gestiegenen Rohstoffkosten wurden durch unumgängliche Verkaufspreisanpassungen zeitnah kompensiert.
Dank der starken Spezialitätenposition, Kostendisziplin und vorausschauender Planung gelang es EMS, in einem herausfordernden Marktumfeld mit schwächeren Fremdwährungen sowohl den Absatz als auch das Betriebsergebnis zu steigern.
Der konsolidierte Nettoumsatz belief sich auf CHF 1'012 Mio. (1'020) und wuchs in lokalen Währungen um 4.5% zum Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 310 Mio. (296) und lag damit 4.7% höher als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf CHF 336 Mio. (324) und 3.9% höher als im Vorjahr. Die EBIT-Marge beträgt hohe 30.6% (29.1%), die EBITDA-Marge 33.2% (31.7%).
Der ordentlichen Generalversammlung vom 8. August 2026 der EMS-CHEMIE HOLDING AG werden alle bisherigen Verwaltungsratsmitglieder und die bisherigen Mitglieder des Vergütungsausschusses zur Wiederwahl beantragt. Als Revisionsstelle wird die BDO AG, Schiffbaustrasse 2, 8031 Zürich, zur Wahl vorgeschlagen. Wie anlässlich der Bilanzmedienkonferenz vom 6. Februar 2026 bekannt gegeben, beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von CHF 14.65 (13.95) und eine ausserordentliche Dividende von CHF 3.75 (3.30) pro Aktie. Damit soll eine Dividende von insgesamt CHF 18.40 (17.25) pro Aktie zur Ausschüttung gelangen.
Für das Gesamtjahr 2026 geht EMS von einem weiterhin herausfordernden geopolitischen Umfeld aus. Laufend neue politische Ankündigungen und unklare Verhältnisse verunsichern die Unternehmen und Konsumenten. Der Schweizer Franken steht aufgrund der instabilen geopolitischen Situation auch weiterhin unter kurzzeitigem Aufwertungsdruck.
Im belasteten wirtschaftlichen Umfeld gelingt es EMS weiterhin, mittels Innovationen, Kostendisziplin und vorausschauender Planung, das Ergebnis erfolgreich auszubauen. Im herausfordernden weltweiten Marktumfeld konzentriert sich EMS konsequent auf das Wachstum mit einzigartigen Innovationen. Die global ausgerollte Verkaufsoffensive sowie der gezielte Ausbau der technischen Vertriebs- und Entwicklungsorganisation zeigen inzwischen erfreuliche Wirkung. Die intensiven lokalen Entwicklungspartnerschaften, gerade auch in wachsenden Märkten wie China, Indien oder Brasilien, bilden für EMS wichtige Pfeiler, um mit den Kunden weitere Kostenverbesserungen, Energie- und Gewichtseinsparungen zu realisieren. Die enge, global abgestützte Entwicklungszusammenarbeit, sowie jahrzehntelange Erfahrung, ermöglichen es EMS, auch bei neuen Anwendungen frühzeitig und flexibel auf Kundenbedürfnisse einzugehen.
Mit Neuentwicklungen gelingt es EMS aber auch, zahlreiche zukünftige Wachstumsfelder, wie E-Autos, Robotics oder Datenzentren, erfolgreich zu erschliessen. Die EMS-Spezialisten entwickeln gemeinsam mit den Technologieführern leistungsfähige Lösungen für Bauteile, die besonders leicht, robust und formstabil sind. Im Automobilbau bietet EMS den Autobauern bahnbrechende Technologien in der Lackierung, welche bereits bei tieferen Temperaturen härten und den Autoherstellern bedeutende Energie- und Gewichtseinsparungen bringen.
EMS sieht sich in einer guten Verfassung, die zahlreichen Chancen, welche sich unter anderem aufgrund gestiegener Energiekosten bei den Kunden ergeben, mittels Metallersatz und Energieeinsparungen zu erschliessen und so überproportionales Wachstum zu generieren. Den sich aus steigenden Energiepreisen resultierenden Mehrkosten in der eigenen Lieferkette begegnet EMS mit entsprechenden Verkaufspreiserhöhungen.
Für das Jahr 2026 passt EMS die Nettoumsatz-Vorschau leicht nach oben an. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet EMS nun einen Nettoumsatz währungsbedingt leicht unter Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) erwartet EMS unverändert leicht über Vorjahr.