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Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 tauschten 46 EMS-Lernende im ersten Lehrjahr gut gelaunt den Arbeitsplatz gegen Pickel, Schaufel und Teamgeist. Ihr Ziel: Scuol im Unterengadin. Unter der Anleitung von Gemeindemitarbeitenden reparierten sie mit viel Begeisterung Zäune und Brücken, stellten einen Spielplatz in bergluftiger Höhe instand oder entbuschten Alpweiden, Wanderwege und Mineralquellen. Nach den anstrengenden Arbeitstagen entspannten sich die Lernenden im Thermalbad Bogn Engiadina oder beim Abschlussgrillplausch.
Lernende und Berufsbildner der EMS-CHEMIE mit den Gemeindemitarbeitenden von Scuol. Gemeinsam sorgten sie für schönere Wanderwege, aufgeräumte Weiden und neue Wildzäune.
Victoria Klaas (l.), EMS-Lernende Kauffrau, und Rama Ibrahim Othman (r.), EMS-Lernende Laborantin, beim Auffüllen der Feuerholzsammelstelle am Grillplatz.
Diego Thommen (l.) und David Eftimov (r.), beide EMS-Lernende Anlagen- und Apparatebauer, bei einer kleinen Pause vom Pickeln und Schaufeln. Sie bereiten den Boden rund um die Grillstelle für Wanderer und Besucher auf.
Malyin Abrecht, EMS-Lernender Informatiker, ist stolz auf die selbst instand gestellten Wildschutzzäune.
Pietro Robin Catone (l.), EMS-Lernender Anlagenführer, und Luca Protopapa (r.), EMS-Lernender Kaufmann, bei der Bekämpfung von Neophyten.
(v.l.n.r.) Ricardo Pernack, EMS-Lernender Informatiker, Ömer Demir, EMS-Lernender
Anlagenführer, und Andrii Ivanitskyi, EMS-Lernender Konstrukteur, bessern in Scuol Wanderwege aus und stellen Brücken instand. Sie schätzen die Abwechslung zum Arbeitsalltag auf dem Werkplatz Domat/Ems.
Gemütliches Beisammensein beim gemeinsamen Grillabend vor der Unterkunft.
Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 tauschten 46 EMS-Lernende im ersten Lehrjahr gut gelaunt den Arbeitsplatz gegen Pickel, Schaufel und Teamgeist. Ihr Ziel: Scuol im Unterengadin. Unter der Anleitung von Gemeindemitarbeitenden reparierten sie mit viel Begeisterung Zäune und Brücken, stellten einen Spielplatz in bergluftiger Höhe instand oder entbuschten Alpweiden, Wanderwege und Mineralquellen. Nach den anstrengenden Arbeitstagen entspannten sich die Lernenden im Thermalbad Bogn Engiadina oder beim Abschlussgrillplausch.
Das Lehrlingslager der EMS-CHEMIE AG hat bereits eine sehr lange Tradition. Seit 48 Jahren verlassen die Lernenden aus dem ersten Lehrjahr für eine Woche den Arbeitsplatz in Domat/Ems und unterstützen eine Bündner Gemeinde, spezifisch im Berggebiet. Diese gemeinnützigen Unterstützungseinsätze sind bei den Gemeinden äusserst beliebt. Dieses Jahr profitierte die Gemeinde Scuol im Unterengadin, welche vor 11 Jahren durch Fusion der politischen Gemeinden Scuol, Sent, Ardez, Tarasp, Guarda und Ftan entstand und heute die flächenmässig grösste Gemeinde der Schweiz ist. Das weitläufige Gemeindegebiet Scuol ist bekannt für seine beeindruckende Bergwelt und das verzweigte Netz an Wander- und Bikewegen. Genau dort packten die EMS-Lernenden an: Sie renovierten Zäune und Brücken, entbuschten Alpweiden und Wanderwege, beschrifteten Wildschutzzonen und sanierten einen Spielplatz beim Lai Nair. Mit ihrer Arbeit sorgten sie dafür, dass die Wander- und Bikeerlebnisse oberhalb Scuol für Einheimische und Feriengäste noch schöner sind.
Gemeindepräsidentin Aita Zanetti freute sich über den Einsatz der EMS-Lernenden: «Die Unterstützung der EMS-Lernenden ist für unsere Gemeinde von grossem Wert. Sie leisten einen sichtbaren Beitrag zum Erhalt unserer einmaligen Ferien- und Erholungsdestination. Und es freut mich zu sehen, wie die doch harte körperliche Arbeit den Teamgeist und das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft stärkt.»
Das Lehrlingslager der EMS-CHEMIE hat Tradition. Nach dem Lawinenwinter 1975 entstand die Idee, Bündner Gemeinden mit der Arbeitskraft der Lernenden zu unterstützen. Seit 1978 gehört der einwöchige Arbeitseinsatz fest zur Ausbildung. Jahr für Jahr leisten die Lernenden einen wertvollen Beitrag für Graubünden – und sammeln Erfahrungen, die weit über den Berufsalltag hinausgehen. In den letzten Jahren waren die EMS-Lernenden in Alvaneu / Alvra, in Juf und im Val Surses im Einsatz.
Während der Lagerwoche arbeiteten die Lernenden an verschiedenen Einsatzorten im ganzen Gemeindegebiet. Unter fachkundiger Anleitung von Mario Molinaro, Leiter Unterhalt Ost der Gemeinde Scuol, und seinen Mitarbeitenden wurden oberhalb Scuol Haselsträucher geschnitten und Waldweiden aufgeräumt, zwischen Ardez und Guarda Brücken instand gestellt, in Sent Alpweiden ausgeschnitten, bei Ftan Wildschutzzäune erstellt und beim Lai Nair in Tarasp Weidezäune repariert und der Spielplatz mit neuen Holzschnitzeln versehen. Also alles Arbeiten, die der ganzen Region langfristig zugutekommen. Insgesamt leisteten die EMS-Lernenden mit ihren Berufsbildnern mehrere hundert Arbeitsstunden zugunsten der Gemeinde Scuol. Der Einsatz forderte die Lernenden auch körperlich: Mit Pickel, Schaufel und viel Teamgeist wurde im teils steilen Gelände gearbeitet. Muskelkater, schmutzige Hände und jede Menge gemeinsame Erlebnisse gehörten dazu – genauso wie der Stolz, am Ende der Woche sichtbare Resultate geschaffen zu haben.
Den Abschluss der Woche bildete der gemeinsame Grillabend mit den Gemeindemitarbeitenden – ein passender Ausklang für eine Woche voller Teamgeist, Einsatz und neuer Erfahrungen. Für Victoria Klaas, Kauffrau im 1. Lehrjahr, war das Lehrlingslager ein voller Erfolg: «Am Lehrlingslager haben mir vor allem auch die gemeinsamen Abende gefallen, da ich viele neue Lernende und Berufsbildende aus anderen EMSLehrberufen kennenlernen konnte. Ein besonderes Highlight war der kostenlose Eintritt ins Bogn Engiadina, wo wir nach den Tagen körperlicher Arbeit in der Natur wunderbar entspannen konnten.» Und auch wenn einige mit Blasen an den Händen nach Hause kehrten, bleibt vor allem das gute Gefühl in Erinnerung, einen wertvollen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet zu haben.
Die EMS-CHEMIE bildet in 17 Lehrberufen rund 150 Lernende aus und ist der grösste private Lehrbetrieb der Südostschweiz. Das Lehrlingslager gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Erlebnissen der Ausbildung und verbindet Verantwortung, Gemeinschaft und praktisches Anpacken auf besondere Weise.